Posudek magisterskédiplomové práce Název práce: Methoden im DaF-Unterricht. Ansätze zur Vermittlung einzelner Sprachfertigkeiten Autor práce: Studijní obor: Vedoucí práce: Oponent: Bc. Zuzana Čejková Učitelství německého jazyka a literatury pro SS Mgr. Vlastimil Brom, Ph.D. Johannes Benjamin Kóck, BA, M A Předkládaná práce je hodnocena 1. Z hlediska obsahového záměru, naplnění zadání a zpracování předepsané literatury 2. Z hlediska požadavků na jazykovou správnost (pravopisné a jiné jazykové chyby) 3. Z hlediska požadavků na formální úpravu, požadovaný rozsah, dodržování citačních norem, odkazy a bibliografii 4. Připomínky, náměty, otázky k rozpravě: In Ihrer Diplomarbeit "Methoden im DaF-Unterricht. Ansätze zur Vermittlung einzelner Sprachfertigkeiten" nimmt sich die Verfasserin - und darauf deutet bereits der Titel hin - eines großen Themas an. Zu Beginn der Arbeit, im Rahmen der "Eidesstattliche Erklärung" erfolgt der Verweis, dass die Magisterarbeit selbstständig und mit Hilfe der angegebenen Quellen verfasst worden sei. An dieser Stelle wird empfohlen ein "nur" einzufügen, welches die Ausschießlichkeit der Verwendung genannter Quellen betont. Die Gliederung ist exakt, die Unterteilung in "Der theoretische Teil" und "Der praktische Teil (Besser: Theoretischer bzw. Praktischer Teil" wirkt vielleicht etwas unelaboriert. Die Kapitel 2. 3 ("Die Entwicklung der Unterrichtsmethoden") und 2. 7 (Das tschechische Bildungsystem") vermitteln einen zu allgemeinen und unspezifischen Eindruck. Folgender Hinweis findet sich auf Seite 39 der Arbeit: " Diese Magisterarbeit konzentriert sich auf die Mittelschulen, aus diesem Bereich wird stellvertretend dasAusbildungsprogramm für Gymnasien kurz vorgestellt. Das Deutsche kann sich hier in dem Ausbildungsgebiet Sprache und sprachliche Kommunikation befinden, das Ausbildungsfach heißt Fremdsprache oder zweite Fremdsprache". velmi dobře (B) výborně (A) výborně (A) Eine differenzierte Eingliederung in das übergeordnete Thema der Diplomarbeit findet hier nur bedingt statt. Insgesamt vermittelt der hier vorgenommene Lehrbuchvergleich einen vergleichsweise traditionellen, aber umfassenden systematischen Eindruck. Dies gilt auch für die Erhebung/Auswertung und Analyse der Daten. Ziel der von Zuzana Čejková vorgelegten Abschlussarbeit ist eine ausführliche Darstellung der im Unterricht an tschechischen Mittelschulen verwendeten Methoden, wobei ein besonderer Fokus auf die vier (Hauptfertigkeiten) gelegt wird. Zwar wird von der Verfasserin kurz die Existenz der 5. Fertigkeit (Hör-Seh-Verstehen) erwähnt, allerdings in einer zu knappen und marginalisierenden Form (S.22): "Diese Sprachfertigkeiten umfassen: Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben. Es wird manchmal eine fünfte Fertigkeit zugeordnet, das Hörsehverstehen". Auch wenn die vorliegende Abschlussarbeit den Fokus auf die vier "Klassischen Fertigkeiten" richtet, ist die hier vorgenommene Einordnung (einer seit inzwischen 1983 etablierten Fertigkeit)nicht zeitgemäß und auch vollkommen unklar. Von wem wird eine 5. Fertigkeit manchmal (wozu?)zugeordnet und welche Relevanz hat das im Kontext des angestrebten Forschungsvorhabens? Auch der unmittelbare Übergang zum nächsten Satz erfolgt hier etwas abrupt (ebd.): "Im Fremdsprachenunterricht sollen alle Sprachfertigkeiten vermittelt und entfaltet werden.Es werden zwei Gruppen unterschieden: rezeptive und produktive Fertigkeiten". Es fällt insgesamt sehr positiv auf, dass die Abschlussarbeit kaum sprachliche Fehler aufweist, die sprachlichen Register sind aber mitunter etwas einfach und wenig variabel, bezugnehmende Konnektoren würden die Lektüre erleichtern und zudem bei einer Fokussierung auf das Thema helfen. Der Stil wirkt insgesamt stellenweise etwas parataktisch. Etwa auf Seite 24: "Man unterscheidet allgemein zwei Hörstile, extensives und intensives (detailliertes) Hören. Das extensive Hören umfasst zwei Untertypen. Der erste ist das globale (kursorische) Hören. Bei diesem Stil soll der Hörer nur Grundinformationen aus der Hörübung erfassen, also er muss nicht Wort für Wort verstehen. Das zweite ist das selektive Hören. In diesem Fall sind dem gehörten Text einzelne konkrete Informationen zu entnehmen. Der weitere Stil ist intensives oder auch detailliertes Hören". Trotz der mitunter wenig variablen Sprache überzeugt die Arbeit konzeptuell. So ist der historische Abriss (2. 3) über die Entwicklung der Unterrichtsmethoden (S. 13-20) klar und überzeugend und mit eigenen Worten dargestellt. Lediglich die sogenannten "Alternativen Methoden" werden etwas knapp abgehandelt. An dieser Stelle wäre vielleicht ein Verweis darauf, warum diese ausgelassen werden sinnvoller gewesen. Positiv zu erwähnen ist auch das methodologische Vorgehen, also die Erstellung von 2 Fragebögen und deren Auswertung. Gut wäre noch ein expliziterer Verweis darauf gewesen, nach welchen Kriterien die Proband_innen-Gruppe gebildet/ausgewählt wurde. Auch zum Fragebogendesign wären nähere Informationen wünschenswert gewesen und zur Hypothesenbildung.v Eine übergeordnete Einordnung in ein konkretes methodologisches Forschungsparadigma fehlt hier völlig. Wünschenswert wären auch Freiräume für Kommentare gewesen, was vermutlich den inhaltlichen Output erhöht hätte. Nicht zu Vernachlässigen ist in diesem Zusammenhang der Aspekt der sozialen Erwünschtheit. Das heißt das viele Befragte bei dieser doch sehr eindeutigen Art des Fragens in der Art und Weise antworten, die sie als positiv, als "richtig" vermuten. Kurz klingen solche Be3denken auf S. 74 auch an. Es darf aber nicht vergessen werden, dass es sich um eine Diplomarbeit aus dem Bereich der Germanistik handelt, weshalb methodologische Schwächen eher "verziehen" werden können. Bezüglich der terminologischen Unterscheidung wird nicht eindeutig ab wann Methoden als "alternativ" zu bezeichnen sind. Die Gütekriterien "Diskussion", "Brainstorming" "Projektunterricht" scheinen hier nur bedingt geeignet, da sie in der Regel Bestandteil "herkömmlichen Unterrichts" und gerade im Hinblick auf Punkte wie "Diskussion" "Brainstorming" auch sein müssen. Auch dieser Zugang/diese Annahme erscheint etwas konservativ und nicht zeitgemäß. Abschließend möchte ich Folgendes zusammenfassen: Frau Cej kováš Abschlussarbeit erfüllt zur Gänze die Kriterien guten wissenschaftlichen Arbeitens. Sehr positiv hervorzuheben ist der Versuch einer kleinen Untersuchung im realen Unterrichtskontext, sowie die gründliche Gliederung. Im Hinblick auf die Originalität und vor allem die Innovation der Fragestellung und die sprachliche Stilistik sind aber geringe Mängel vorhanden. Frau Cej kováš Diplomarbeit bewerte ich folglich (gerade noch) mit der Note "A". Fragen für die Verteidigung: Ergebnisse, KONSEQUENZEN und Desiderate (weitere, anschließende mögliche Forschungen) ihrer Arbeit? Optimierungspotential? Was könnten, würden Sie beim nächsten Mal (noch) besser machen? Was sind für Sie "starke" und "schwache" Seiten von Lehrwerken? Celkový návrh hodnocení: výborně(A) V Brně dne 15.06.2019 Johannes Benjamin Köck, BA, M A